Sep 2006
Zwischen den Welten..
Da gibt es doch immer wieder Windows User, die sich darüber beschweren, dass Mails, die mit Apples Mail verschickt wurden keine korrekten Umlaute enthalten. Das Problem liegt an der unterschiedlichen Textkodierung der Mailprogramme.
Apple setzt hierbei auf UTF-8, Windows Mailprogramme dagegen auf ISO-Latin1 (korrekt ISO 8859-1). Damit die armen, eh schon so geplagten Windows User nicht jedes Mal, wenn sie eine Mail eines Apple Users bekommen, die Textkodierung von Hand umstellen müssen, hier der Terminalbefehl, der von nun an alle Mails, die per Mail verschickt werden, standardmäßig in ISO-Latin1 kodiert.

defaults write com.apple.mail NSPreferredMailCharset "ISO-8859-1"

Wichtig:
Unbedingt als erstes Mail schliessen, dann das Terminalprogramm aus dem Dienstprogramme Ordner öffnen und den obigen Befehl per Paste and Copy hinter eurem Userpfad mit dem Prozentzeichen platzieren. Enter drücken und fertig.

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Das war's schon und ihr habt einen guten Beitrag zur Verständigung zwischen den beiden Computerwelten geleistet. Wollt ihr das Ganze wieder rückgängig machen, dann kopiert einfach folgende Zeile ins Terminal:

defaults delete com.apple.mail NSPreferredMailCharset


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iTunes 7 • Top oder Flopp ??
So, so...da ist sie nun, die neue Version 7 unseres allseits so beliebten iTunes.
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Ich möchte an dieser Stelle hier nicht auf alle neuen Funktionen von iTunes 7 eingehen, sondern nur auf ein paar Dinge aufmerksam machen, die mir seit der Installation vergangene Woche aufgefallen sind. Die neuen Versionen 7 von iTunes & Quicktime benötigen anscheinend definitiv mehr Systemresourcen.
Mein guter alter G4 mit 733 Mhz quittiert die gleichzeitige Nutzung eines der beiden Programme mit Safari, Rapidweaver oder anderen Programmen schon Mal gerne mit Apple's buntem Farbball für ein paar Sekunden. Das Volume Logic Audio Plug-In von Octiv funktioniert überhaupt nicht mehr. Das alte Jewelcase Plug-In sollte aus dem Verzeichniss user/Library/iTunes/iTunes Plug-ins verschwinden, da einige Anwender im Netz über Programmabstürze etc. berichtet haben. Auch wird über verloren gegangene Tracks aus dem iTunes Music Store berichtet.
Ach ja apropo iTMS: Da wären wir auch schon bei einer weiteren Neuerung. Der
iTunes-Store heisst eben nicht mehr iTunes Music Store. Der Grund dafür ist, dass es dort nicht mehr nur Musik, Hörbücher & Podcasts zum Download gibt, sondern daneben auch Spiele für den iPod und Filme, Fernsehsendungen & Trailer. Die Filme liegen in guter Qualität vor, jedoch konnte man bisher für den Filmdownload nur die Disney Studios gewinnen. Man ist sich aber sicher dass andere Studios folgen werden (müssen).Die Preise liegen zwischen 9,99$ - 14,99$, wieviel die Downloads dann bei uns kosten werden, ist noch nicht sicher. Es dauert auf jeden Fall noch ein paar Monate bis Filme auch bei uns zum Download angeboten werden.
Aber zurück zu iTunes. Es gibt anscheinend richtig Ärger im Apple-Paradies, denn die neue Version 7 scheint wirklich bugverseucht zu sein. Sie macht nicht genau das, was sie soll. Die Aussetzer sind zum Teil so krass, dass einige User nun revoltieren. Da wird geschimpft über eine armselige Soundqualität, über springende oder ignorierte Musikstücke und vor allem darüber, dass die früher via iTMS gekauften Songs nicht mehr sichtbar sind. Die Beschwerdebriefe zu Version 7 tragen Überschriften wie "iTunes ruiniert mein Leben" oder "Machen Sie einen Bogen um Version 7".
Anfängliche Versuche, dieses als Problemfälle der Windows-User abzutun, haben nicht gefruchtet, denn nun protestieren auch Mac-User. Ein offizielles Statement von Apple fehlt noch, da aber der Apple-Kunde nicht dafür berühmt ist, ständig oder großartig zu herumzumeckern, dürfte Apple wohl die vielen Einwände Ernst nehmen.

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Ansonsten macht die neue Version einen sehr aufgeräumten Eindruck. Die Wiedergabe von Livealben ohne eine Pause zwischen den einzelnen Tracks funktioniert nun endlich (muss aber manuell eingestellt werden). Die neue
iPod-Steuerung ist sehr großzügig ausgefallen und Coverflow wurde teilweise in iTunes integriert. iTunes kann nun CD´s mit CD-Text brennen und eine Datensicherungsfunktion ist auch eingebaut worden.....
Schauen wir mal weiter, ob Apple sich zu den Beschwerden äußern wird.
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Synchronisation ohne .mac
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Da such ich doch schon seit Langem nach einer Lösung, wie ich z.B. mein Adressbuch auf verschiedenen Rechnern immer "up-to-date" halte. Natürlich kann man unter Ablage -> Sicherungskopie des Adressbuchs eine komplette Kopie der Adress-buch Daten erstellen und diese auf einen anderen Rechner wieder importieren. Das hat aber zur Folge, dass alle vorhandenen Adressen auf diesem Rechner überschrieben werden. Habe ich auf diesem Rechner zwischenzeitlich neue Adressen angelegt oder Einträge geändert, werden diese gelöscht. Was also tun??
Wäre man bereit 99.- Euro im Jahr zu investieren, könnte man es über .Mac und iSync lösen. Aber geht es nicht auch anders??
Es geht, und zwar mit
MySync48x48 MySync . Das Programm ist zwar immer noch in der Betaphase, (aktuelle Versionsnummer ist 0.78b), aber funktioniert schon recht gut. Eine Lizenz soll später dann so ca. 35.- Euro kosten, gilt dann aber für alle eigenen Rechner. Das Programm bietet außer der Adressbuch Synchronisation auch noch folgende weitere Synchro-Möglichkeiten: Lesezeichen • Kalender • Schlüsselbund • Mail-Accounts • Mail-Regeln & Mail-Signaturen.
In der unregistrierten Version kann man nur eine Funktion pro Synchronisation nutzen, da die Registrierung im Moment aber noch kostenlos ist, hat man somit den vollen Funktionsumfang.

Nach der Installation von MySync auf den Rechnern wird das Programm gestartet und erst ein Mal festgelegt, welcher Rechner der MASTER und welcher der SLAVE ist. Ich habe mich dazu entschlossen meinen PM G4 als Master zu deklarieren, da ich an diesem häufiger dran arbeite.
Grundsätzlich aber scheint die Festlegung Master/Slave für den User nicht wirklich von großer Bedeutung zu sein, da später immer in beide Richtungen synchronisiert wird, d.h. ein Abgleich der Daten passiert auf allen eingerichteten Rechnern gleichermaßen.
Auf beiden Rechnern wird nun in MySync festgelegt, was denn nun synchronisiert werden soll.

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Nach Auswahl des entsprechenden Slave Rechners drückt man oben den Bild 6 Button. Schon geht es los. An einigen Stellen fragt das Programm nach, ob vorhandene Datensätze gelöscht werden sollen oder nicht, wie z.B. bei den Lesezeichen oder den iCal Kalendern. Bitte dort gut überlegen, bevor man hastig weiter klickt.

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Findet MySync bei der ersten Adressbuch Synchronisation den gleichen Namenseintrag auf beiden Rechnern, so meldet es ein Problem und auf Wunsch werden die entsprechenden Datensätze angezeigt. Genau wie bei iSync kann man sich nun manuell für den Richtigen entscheiden. Nach der ersten Synchro werden die Datensätze dann immer an Hand eines Zeitstempels automatisch aktualisiert, sofern nicht auf beiden Rechnern im gleichen Datensatz dasselbe Feld bearbeitet wurde. Dann meldet MySync wieder ein Problem und man entscheidet manuell, welchen Datensatz man behalten möchte...

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..und ob die Änderungen jetzt ausgeführt werden sollen oder erst bei der nächsten Synchro.

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Abschliessend sei zu erwähnen, dass man das Ganze automatisieren kann und zwar gibt es die Möglichkeit der viertelstündlichen, stündlichen, täglichen oder wöchentlichen Synchronisation.

Bild 1
Übrigens, müssten eigentlich alle Rechner den gleichen Useraccount haben, damit MySync alle Computer im eigenen Netz erkennt. Ist dies nicht der Fall, so vergibt man an dem ent-sprechendem Rechner in den Preferences von MySync bei Masquerade as User einfach den anderen Usernamen und klickt auf Reset Bonjour. Fertig.
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